Auswärtsremis

1:1 bei ASK St. Valentin


Valentin_Union_Energebnis.png-Union T.T.I. St. Florian

Nach der bitteren 2:3-Niederlage letzte Woche gegen Askö Oedt wollte der ASK St. Valentin im Spiel gegen Union TTI St. Florian unbedingt den fünften Heimsieg der Saison einfahren. Die Sängerknaben, die mit zuletzt drei vollen Erfolgen in ebenso vielen Spielen den bescheidenen Saisonstart vergessen machen konnten, spitzten hingegen auf die nächsten drei Punkte. Durch das 1:1-Unentschieden blieben die Valentiner in Schlagdistanz zu den Spitzenteams der Oberösterreich-Liga, während sich die Florianer mit dem Punktgewinn weiter im Tabellenmittelfeld festigen konnten.

Harte rote Karte bremst Gastgeber

Vor 400 Zuschauern in der Steyr Arena startete die Wahlmüller-Elf beherzt ins Spiel und stieg in den Anfangsminuten sofort aufs Tempo. Nach nur 4 Minuten Spielzeit konnte sich Florians Keeper Dominik Leonhartsberger mit zwei Superreflexen auszeichnen. Bei einem gefährlich angetragenen Kopfball nach einem Corner, bugsierte der Schlussmann den Ball gerade noch über die Latte. Nur kurz darauf entschärfte er ein Geschoss der Valentiner Offensivabteilung. Nach dieser kurzen Drangperiode flachte die Partie vorerst ab, die Heimischen investierten mehr für das Spiel ohne dabei aber gefährlich zu werden. Für Ärger sorgte dann der Ausschluss von Valentins Thomas Mitterndorfer in der 38. Minute. Der Mittelfeldspieler kam bei einem Zweikampf etwas zu spät und brachte seinen Gegner dadurch unsanft zu Fall. "Das war nie und nimmer eine rote Karte - es war ein Foul wie jedes andere, Gelb hätte völlig gereicht", zeigte sich Trainer Wahlmüller über den frühen Ausschluss des bis dahin stark spielenden Mittelfeldspielers zerknirscht. Die Schlussminuten des ersten Durchgangs enthielten keine nennenswerten Aktionen mehr, so ging es mit 0:0 in die Pause.

St. Valentin kalt erwischt

Kurz nach Wiederanpfiff machten sich die Florianer ihre numerische Überlegenheit zu Nutze und besorgten in der 47. Minute die Führung. Flügelstürmer Gernot Falkner flankte den Ball gefühlvoll und punktgenau auf Rajko Vujanovic, der stoppte sich technisch einwandfrei den Ball und schob diesen mit seinem zweiten Kontakt cool in die lange Ecke - ein schöner Treffer des 27-jährigen Serben. Unverständlicherweise zogen sich daraufhin die Gäste immer weiter zurück und gewährten dadurch dem ASK die Kontrolle über das Spiel. Die Valentiner agierten ob der Unterzahl mit vielen hohen Bällen und nahmen auch systemtechnisch mehr Risiko. So löste Coach Wahlmüller die Viererkette auf, teilweise sicherten nur noch zwei Verteidiger die Defensive der Valentiner ab. Die Bemühungen der Heimelf wurden schließlich in der 83. Minute belohnt. Nach einem Eckball gelang es St. Florian nicht den Ball aus der Gefahrenzone zu klären, Valentins Jochen Pardametz nutzte die Verwirrung und beförderte per "Spitz" das Leder über die Linie zum verdienten Ausgleich. Hektisch wurde es dann noch in der Nachspielzeit. Torschütze Pardametz trat zum Freistoß an, seinen Schuss konnte der bärenstarke Dominik Leonhartsberger gerade noch parieren. Den Nachschuss schob der heranrutschende Edvin Orascanin am Tor vorbei. Wilde Reklamationen der Valentiner, die in derselben Szene ein klares Foulspiel an Stürmer Manuel Schmidl gesehen haben wollen, blieben unerhört und Schiedsrichter Philipp Hubinger beendete somit das Spiel mit seinem Schlusspfiff nach 94 Minuten.

Stimmen zum Spiel:

Willi Wahlmüller (Trainer St. Valentin):

Wir haben stark begonnen aber dann etwas nachgelassen. Spielerisch waren wir das klar bessere Team. Die meiner Meinung nach ungerechtfertigte rote Karte war natürlich bitter für uns. Vor allem nach dem schnellen 0:1, der ersten Torchance für St. Florian, war es für uns schwierig ins Spiel zurückzufinden. Letztlich haben wir alles nach vorne geworfen und haben uns mit dem Ausgleich belohnt. Zufrieden bin ich dennoch nicht, trotz der Unterzahl hätten wir heute mehr rausholen können.

Die Besten: Manuel Pichler (ST), Martin Dietachmair (IV)

Gerhard Lindinger (Sportlicher Leiter St. Florian):

St. Valentin hat druckvoll begonnen, bis zum Ausschluss waren die Tormöglichkeiten aber überschaubar. Die auch meiner Meinung nach harte rote Karte hat uns natürlich geholfen. Umso ärgerlicher ist es für mich, dass wir nach der Führung nicht konsequent genug agiert und den Sack nicht zugemacht haben - diesen Vorwurf muss sich unsere Mannschaft heute gefallen lassen. Defensiv war es wieder eine ordentliche Leistung, für mich ist es ein gerechtes Unentschieden.

Die Besten: Gernot Falkner (ST), Dominik Leonhartsberger (TW)

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