Young Florians

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Grundsätze und Philosophie:
Grundsätzlich muss sich die Einstellung zu Wettspielen im Kinderfußball verändern. Auch hier können viele Erwachsene von den Kindern lernen. Die Jungen und Mädchen wollen sich zwar frühzeitig mit anderen vergleichen und sich präsentieren. Sie wollen voller Stolz Großeltern, Eltern, Geschwistern und Freunden zeigen, was sie bereits gelernt haben. Sie sind aber letztlich vom Spielerlebnis und von Lernfortschritten an sich fasziniert. Bei einem Fußballspiel, dessen Anforderungen auf sie abgestimmt sind, erleben die Kinder Glück und Zufriedenheit. Da wird das Spielergebnis zweitrangig und eine Niederlage ist schnell vergessen. Erst von außen werden oft ganz andere Vorstellungen in den Kinderfußball hineingetragen, die einseitig aus dem ergebnisorientierten Denken des "großen Fußballs" resultieren. Normen wie der "unbedingte Sieg" oder der "Erfolg um jeden Preis" dominieren plötzlich. Das freie, unbefangene Spiel der Kinder wird zum fremdgesteuerten Spiel der Erwachsenen:

Nachteilige Auswirkungen des Ergebnisdenkens im Kinderfußball:

  •  Nur die Besten spielen - Leistungsschwächere verlieren schnell die Lust am Fußball und verlassen den Verein!
  •  In Spiel und Training kommen anstelle einer lockeren, angstfreien, vertrauensvollen und heiteren Atmosphäre viel zu oft "stressige Drucksituationen" zwischen Trainern, Kindern und Eltern vor!
  •  Größere, kampfstärkere, früher entwickelte Kinder werden kleineren, aber fußballerisch talentierteren Spielern bevorzugt!
  •  Kinder werden zu früh in bestimmte Positionen gepresst (Torwart, Ausputzer, Förderung von "Positionsidioten")!
  •  Defensiv-Taktiken aus dem Erwachsenenfußball werden kopiert - einzelne Spieler müssen ausschließlich hinten bleiben, um Gegentore zu vermeiden!
  • Das Abwerben von Spielern aus kleineren Vereinen beginnt schon im Kindesalter!

Das Ergebnis des Wettspiels (Sieg/Niederlage) darf niemals alleiniger Maßstab sein. Viel wichtiger sind Spaß und Freude am Fußballspielen sowie die Fortschritte jedes einzelnen Kindes sowie der ganzen Mannschaft. Den Trainern und Trainerinnen kommt auch hier die Schlüsselrolle zu.

  • Vielseitigkeit:

Die Kinder von heute verbringen einen großen Teil ihrer Zeit im Sitzen. Das
Bewegungsdefizit, das hierbei entsteht, gleicht man am besten durch Übungen oder
kleine Spiele mit Elementarbewegungen (Laufen, Springen, Werfen, Fangen) aus. Das
spezifische Fußballtraining sollte kindgemäß ablaufen, das heißt mit einfachen Regeln,
kleinen Feldern und leichten Bällen.

  • Begeisterung:

Kinder kommen gerne ins Training, um sich zu bewegen, Freunde zu treffen und um
Spaß zu haben. Mit derselben Grundeinstellung sollten auch Betreuer und Trainer an
die Sache gehen.Die Begeisterung für den Sport beim Vormachen, Mitspielen oder bei
Ansprachen muss auch bei den Erwachsenen zu spüren sein.Die Vorbildfunktion in
dieser Hinsicht ist nicht zu unterschätzen.

  • Kreativität:

Fußball im Verein muss nicht unkreativ sein. Auch hier können Kinder Ideen mit
einbringen und Einheiten mit gestalten. Die Trainer sollten genug Freiräume lassen,
das heißt: nicht jede Übung im Detail vorgeben, Spiele auch mal laufen lassen und
wenig unterbrechen.

  • 10 Goldene Regeln:

1. Spaß und Freude am Sport fördern.
2. Auf einfache Regeln, leichte Bälle, kleine Felder achten.
3. Spielerische Aufgaben stellen.
4. Kleine Spielgruppen bilden.
5. Jedem Kind einen Ball geben.
6. Auf kurze Spielzeiten achten.
7. Aufgaben und Spiele kurz erwähnen und vormachen.
8. Viele Ballkontakte ermöglichen.
9. Vielseitige Bewegungsaufgaben stellen.
10. Kinder auf allen Positionen spielen lassen.

Unser Ausrüster